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Apulien,
italienisch Puglia, liegt im Osten Süditaliens, zwischen dem
adriatischen und dem ionischen Meer. Die lang gezogene Region
erstreckt sich vom Stiefelsporn, der weit ins Meer hineinragt
bis in die Spitze des Absatzes, und bietet zum einen azurblaues
Meer, Grotten und Buchten, weiße Strände und Sonne pur, zum
anderen eine Vielzahl kultureller Schätze. Die vielen Völker wie
Griechen, Römer, Byzantiner, Araber und Normannen haben auch
hier ihre Spuren hinterlassen. Zu einem der bekanntesten
Herrscher zählt der Stauferkaiser Friedrich II. So bietet das
apuliesche Gebiet eine Vielzahl an Kastellen, Türmen,
Kathedralen und archäologischen Funden, allein im Salento
befinden sich zwanzig Schlösser.
Apulien zählt wegen seiner kulturhistorischen Denkmäler und der
schönen Landschaft zu den schönsten Regionen Italiens. Reizende
Küstenlandschaften erstrecken sich über 800 km. Sandstrände und
Felsküsten wechseln sich ab. Die bizarren Klippen und Grotten
lässt man bei einer Bootsfahrt auf sich wirken.
Abwechslungsreich ist auch die Kulturlandschaft. Man findet
trutzige Festungen und romantische Kathedralen.
Ganz charakteristisch für Apulien und einzigartig auf der Welt
sind die Trulli, weiße runde Bauernhäuser mit spitzen
Schieferdächern. Die Hauptstadt der Trulli, Alberobello, wurde
von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt.
Il Termine Trullo:
Der Trullo ist ein fensterloser, turmartiger Steinbau mit
annähernd kreisrundem Grundriss und sich nach oben zu einer
Spitze verjüngenden Wänden. Das Mauerwerk ist stets in
Trockenbauweise errichtet, d.h. die flachen Feldsteine oder
bearbeiteten Steinplatten werden ohne Mörtel aufeinander
geschichtet und verzahnt. Die Trulli entstanden in Apulien
erstmals im späten 2. Jahrtausend v. Chr. und wurden in großer
Anzahl zwischen etwa 1000 und 250 v. Chr. errichtet. Die hohen
Kegeldächer waren Vorratsspeicher für das Getreide de Bauern.
Außen wurden sie zum Schutz vor dem Regen, schuppenartig mit
einem Kranz von Bruchsteinplatten belegt.
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